Tricontinental Newsletter Archiv
Jede Woche verschickt Tricontinental: Institute for Social Research einen Newsletter, in dem aktuelle Entwicklungen sowie die Kämpfe und Konflikte unserer Zeit aus Perspektive des Globalen Südens analysiert werden, auf neue Veröffentlichungen hingewiesen und ein Einblick in die Arbeit linker Intellektueller und Forschungsinstitute in aller Welt gegeben wird.
Wir veröffentlichen den Newsletter hier auf Deutsch.
- Die Welt schweigt zu Gaza, noch bevor die Schlagzeilen verblassenDie Berichterstattung über den Völkermord in Gaza durch die USA und Israel hat nachgelassen. Das hat kaum dazu beigetragen, die Gewalt einzudämmen. Genau genommen ist es gerade die Dauerhaftigkeit dieses Geschehens, die es der Welt ermöglicht, wegzuschauen.
- Der langsame Abschied vom US-DollarAuf den ersten Blick erscheint der Dollar als neutrale Währung, doch in Wirklichkeit ist er eine Form imperialer Macht, die Volkswirtschaften diszipliniert, Kriege finanziert und den Globalen Süden zwingt, seine eigene Unterordnung zu finanzieren.
- Eine neue Entwicklungstheorie aus dem Globalen Süden aufbauenDie Entwicklungsmodelle des Globalen Nordens, einschließlich der überholten Dogmen des IWF, sind gescheitert. Es ist Zeit für eine neue Entwicklungstheorie, basierend auf den Erfahrungen des Globalen Südens.
- Wie die globale Lebensmittelwirtschaft Kinder tötetJedes Jahr verursachen kontanimierte Lebensmittel 866 Millionen Erkrankungen und 1,5 Millionen Todesfälle, wobei Kleinkinder fast ein Drittel aller Fälle von lebensmittelbedingten Erkrankungen ausmachen. Dies ist die vorhersehbare Folge einer Lebensmittelwirtschaft, die sich am Profit und nicht am Recht auf Nahrung orientiert.
- Das Erdbeben in Venezuela und die Politik einer KatastropheSeit den 1990er Jahren bestimmt ein unsichtbares intellektuelles Korsett das, was als legitimes wirtschaftliches Denken gilt. Es schränkt die Debatte so stark ein, dass es den Anschein hat, als gäbe es keine Alternativen. Diese “Brain Capture“ rückgängig zu machen, ist eine dringende Aufgabe.
- Von der «Brain Capture» zur intellektuellen SouveränitätSeit den 1990er Jahren bestimmt ein unsichtbares intellektuelles Korsett das, was als legitimes wirtschaftliches Denken gilt. Es schränkt die Debatte so stark ein, dass es den Anschein hat, als gäbe es keine Alternativen. Diese “Brain Capture“ rückgängig zu machen, ist eine dringende Aufgabe.
- Der Beton trocknet in OstasienWenn das im Niedergang begriffene imperialistische System um die Erhaltung seiner bröckelnden Ordnung kämpft, wird die Organisation der Arbeiterklasse nicht nur für die Unterdrückten dieser Welt notwendig, sondern für das Überleben der Menschheit unverzichtbar.
- Die Welt braucht eine lebendige LinkeWenn das im Niedergang begriffene imperialistische System um die Erhaltung seiner bröckelnden Ordnung kämpft, wird die Organisation der Arbeiterklasse nicht nur für die Unterdrückten dieser Welt notwendig, sondern für das Überleben der Menschheit unverzichtbar.
- Lasst uns das neue Asien unserer Träume gestaltenWirtschaftswachstum allein garantiert keine Souveränität in Asien; eine regionale Plattform zur Koordinierung bleibt eine unverzichtbare Voraussetzung, um die Region vor Imperialismus und Neokolonialismus zu schützen.
- Wir werden unsere Henker nicht beherbergenModerne Ausbeutungsstrukturen verschleiern alte Systeme der kolonialen Ausbeutung. Auch darum bleibt das lebendige Erbe des antikolonialen Widerstands in ganz Afrika eine entscheidende Kraft im Kampf um Souveränität und echte Freiheit.
- Der Sozialismus reift nur langsamDas kapitalistische System belohnt kurzfristige Zyklen. Der Aufbau einer lebenswerten Zukunft ist ein langwieriger Prozess, er erfordert disziplinierte Organisation und beharrlichen Kampf, um die sozialen Kräfte einer neuen Welt zum Vorschein zu bringen.
- Die Zukunft – der Sozialismus – ist möglich und notwendigDas durch den Kapitalismus verursachte, weit verbreitete Elend erfordert von uns, durch kollektiven Kampf Hoffnung zu schaffen. Nur so können wir eine Zukunft gestalten, in der Menschenwürde Vorrang vor dem zerstörerischen Profitstreben hat.
- Über eine Milliarde Menschen weltweit leben mit BehinderungenMenschen mit Behinderungen stehen nicht am Rande der Gesellschaft, sondern mittendrin – und die Ungerechtigkeiten, denen sie ausgesetzt sind, offenbaren die Versäumnisse einer Welt, die Menschenwürde dem Profit unterordnet.
- Die Demokratie des Stärksten ist immer die besteWäre Thomas Sankara 1987 nicht ermordet worden und hätte die Entwicklung Burkina Fasos vorantreiben können, wären die Sahel Staaten vielleicht schon vor einer Generation seinem Beispiel gefolgt – und die Lage sähe heute ganz anders aus.
- Ein Dialog zwischen den Zivilisationen – vorerstDie Art und Weise, wie der Iran es geschafft hat, dem Westen die Stirn zu bieten, hat in der gesamten ehemals kolonialisierten Welt Bewunderung hervorgerufen. Woher kommt dieses Selbstbewusstsein?
- Ein Leitfaden zum Petrodollar und zum Krieg gegen den IranDer illegale Krieg der USA und Israels gegen den Iran deckt den Öl-Dollar-Wall-Street-Komplex auf. Er verknüpft Öl, Finanzmärkte und die Macht des Dollars miteinander. Die Folgen reichen weit über die Region hinaus.
- Die Straße von Hormus, Tor zum Großen MeerDer Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Straße von Hormus zu einem Engpass für die Weltwirtschaft gemacht, wobei die schwerwiegendsten Folgen nicht die mächtigen, sondern die ärmeren Länder des Globalen Südens zu spüren bekommen.
- Gegen den endlosen KriegIn seiner jüngsten Erklärung zieht „No Cold War“ Bilanz. Angesichts der langen Geschichte US-amerikanischer Aggressionen weltweit betont NCW die Notwendigkeit, eine Zukunft endloser Kriege abzulehnen.
- Senegal am Rande des ZusammenbruchsBelastet durch jahrzehntelangen Neokolonialismus und Korruption steht Senegal vor einem nur allzu bekannten Dilemma, mit dem Länder im gesamten Globalen Süden konfrontiert sind: Wie lässt sich eine souveräne Entwicklung unter Schuldenlast vorantreiben?
- Kuba hat keine AngstAngesichts der illegalen Ölblockade hat sich die kubanische Regierung gesprächsbereit gegenüber der Trump-Regierung gezeigt, wird jedoch nicht von ihren Grundsätzen der Souveränität und Würde abweichen.
- Die extreme Rechte zieht in den Krieg gegen die FrauenIn den letzten Jahren hat die lateinamerikanische extreme Rechte einen Kreuzzug gegen Frauenrechte und geschlechts- und geschlechtsidentitätskritische Menschen gestartet, in der Hoffnung, damit einen der aktivsten Teile der Opposition gegen den Neoliberalismus in der Region zu zerschlagen.
- Israel und die Vereinigten Staaten können den Krieg gegen den Iran nicht gewinnenMitten in den Verhandlungen starteten die Vereinigten Staaten und Israel einen neuen Angriff gegen den Iran, basierend auf einem alten und erwiesen falschem Argument: dass der Iran Atomwaffen bauen würde.
- Wiedergutmachung, Gerechtigkeit muss seinAngesichts einer neuen Stimmung im globalen Süden forderte US-Außenminister Marco Rubio Europa kürzlich auf, sich seiner kolonialen Vergangenheit zu stellen und westliche Werte gegen die kommunistische Bedrohung zu verteidigen.
- Wenn Bomben die Schädel der Toten blank schleifenMit dem Auslaufen des New-START-Vertrags, dem Rückzug der Vereinigten Staaten aus Rüstungskontrollverträgen und ihrer Befürwortung nuklearer „Kriegsführungsdoktrinen“ steigt das Risiko eines katastrophalen Konflikts zwischen den Atommächten.
- Diese Zeilen sollen euch wütend machenDer Drogenhandel – und der „Krieg gegen die Drogen“, mit dem er bekämpft wird – löst eine Wertschöpfungskette des Leidens in den ländlichen Gemeinden des Globalen Südens aus. Solche systematische Brutalität lässt sich nicht ohne Wut erklären.
- Migration ist ein Problem der UnterentwicklungDie weltweite Zahl der Migrant*innen hat sich in den letzten 35 Jahren fast verdoppelt. So zeigt sich die zunehmende Ungleichheit und die erzwungene Unterentwicklung des Globalen Südens.
- Der Globale Süden braucht Arbeitsplätze im produktiven SektorDie Liberalisierung Indiens seit Beginn der 1990er Jahre hat zu einem stetigen Rückgang tatsächlicher Produktion geführt. Um diesen Trend umzukehren und produktive Beschäftigung zu schaffen, muss die Industriepolitik strukturelle Probleme wie Abhängigkeit und Ungleichheit angehen.
- Grönland ist keine TrophäeDie USA haben wegen seines Mineralreichtums und seiner strategischen Lage ein Auge auf Grönland geworfen. Aber Grönlands Bevölkerung – die Kalaallit – spielt in den Machenschaften Washingtons keine Rolle.
- Hyper-Imperialismus im HyperantriebDie Bombardierung Venezuelas durch die USA und die Entführung seines Präsidenten warnen uns, dass die neue Stimmung, die sich im Globalen Süden breitgemacht hat, noch keine ernsthafte Herausforderung für den Westen als Ganzes darstellt. Die hyperimperialistische Weltordnung dominiert weiterhin.
- Wie viele internationale Gesetze können die Vereinigten Staaten gegen Venezuela brechen und ungestraft davonkommen?Der Angriff der USA auf Venezuela begann nicht erst am 3. Januar 2026 – aber die Bombardierung des Landes und die Entführung von Präsident Nicolás Maduro Moros und Cilia Flores haben einmal mehr Washingtons Missachtung von Souveränität und Völkerrecht offenbart.
- Wir begrüßen das neue Jahr mit OptimismusInmitten von Kriegen und sich verschärfenden Wirtschafts- und Umweltkrisen starten wir ins neue Jahr. Wir müssen unsere Frustration in eine Politik der Möglichkeiten umwandeln. Unsere neue Entwicklungstheorie zeigt einen Weg in die Zukunft.
- Das Recht auf Entwicklung ist ein unveräußerliches MenschenrechtSechzig Jahre nach der Tricontinental-Konferenz bleibt das Recht auf Entwicklung – die materielle Grundlage von Würde – der Horizont sozialistischer Revolution und der nationalen Befreiung.
- Erst beenden wir den Krieg, dann starten wir die Fabriken neuIndustrialisierung ist für die Länder des Globalen Südens nach wie vor oberste Priorität. Doch schuldenbedingte Sparmaßnahmen, Dominanz von Unternehmen, Kriege und Sanktionen halten viele ärmere Nationen in Abhängigkeit und Unterentwicklung gefangen.
- Kerala hat extreme Armut abgeschafftDer indische Bundesstaat Kerala hat extreme Armut durch eine klare öffentliche Politik, demokratische Planung und die Führungsrolle seiner Genossenschaftsbewegung beseitigt.
- Die Erde leidet unter der kapitalistischen KlimakatastropheKlassenkampf ist auch Kampf für Klimagerechtigkeit. Das wurde auch beim letzten COP30 offensichtlich, als Länder des Globalen Nordens erneut alle finanziellen Verpflichtungen verfehlten.
- Der Kommunismus hat den Faschismus vor 80 Jahren besiegt und wird ihn erneut besiegenLügen und Halbwahrheiten besingen den Heroismus des Westens im Zweiten Weltkrieg. Die Wahrheit ist, dass es die sowjetische Rote Armee und die chinesischen Kommunisten und Patrioten waren – und nicht der Westen –, die Nazi-Deutschland und das militaristische Japan besiegt haben.
- Die Palästinenser*innen lassen sich ihre Hoffnung nicht durch den Völkermord nehmenDas palästinensische Volk leistet weiterhin Widerstand gegen die unmenschliche israelische Besatzung und den Völkermord und nutzt Kunst und Kultur um Orte für Erinnerung, Würde und Hoffnung zu schaffen.
- Lasst das sudanesische Volk den Weg zum Frieden beschreitenMit Unterstützung ausländischer Mächte kämpfen die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die Rapid Support Forces (RSF) in einem blutigen Krieg, der verheerende Folgen für die sudanesische Bevölkerung hat.
- Die Vereinigten Staaten setzen ihre Versuche fort, die Bolivarische Revolution in Venezuela zu stürzenMit einer raschen militärischen Eskalation und einer neu aufgelegten „Krieg gegen die Drogen“-Rhetorik legt die Trump-Regierung den Grundstein für einen Angriff auf das venezolanische Volk.
- Der Schwerpunkt der Weltwirtschaft verlagert sich nach AsienDie USA haben versucht, durch wirtschaftlichen und militärischen Druck ihre dominante Position in Asien zu behaupten, doch der Aufstieg Chinas und die eigenen Interessen der Region haben dies zunehmend erschwert.
- Sieben Thesen zu den Aufständen der Gen Z im Globalen SüdenDie von der Generation Z angeführten Aufstände im globalen Süden sind Ausdruck langanhaltender sozioökonomischer und ökologischer Krisen, verursacht vom Neoliberalismus. Oft werden sie von etablierten sozialen Schichten vereinnahmt. Kann ihre Energie für progressive Ziele genutzt werden?
- Der Klimawandel verbrennt den Arbeitern die FüßeDie Auswirkungen des Klimawandels treffen die Arbeiterklasse unverhältnismäßig stark, da Milliarden von Arbeitnehmer*innen gezwungen sind, auch bei extremer Hitze zu arbeiten.
- Afrika wird frei sein, wenn der IWF aufhört, an der Plünderung seines Reichtums mitzuwirkenIn Ländern wie dem Senegal hat sich der IWF an unrechtmäßigen Schuldenpraktiken und betrügerischer Buchführung beteiligt, um multinationale Unternehmen zu begünstigen und so die Souveränität der Länder zu untergraben.
- Israel begeht Völkermord im GazastreifenAm 7. Oktober 2025 jährt sich zum zweiten Mal der Beginn des anhaltenden Völkermords Israels in Gaza. Mindestens 66.000 Palästinenser*innen wurden in dieser Zeit in Gaza getötet – 30 von 1.000 Menschen.
- Über eine Milliarde Menschen weltweit leiden unter psychischen ErkrankungenÜber eine Milliarde Menschen weltweit leiden an psychischen Störungen, vor allem in ärmeren Ländern, doch die psychische Gesundheitsversorgung hat nach wie vor keine Priorität und ist chronisch unterfinanziert.
- Wenn du dich nicht gegen Unterdrückung wehren willst, ist deine Rolle als Intellektueller sinnlosBerta Cáceres, eine honduranische Anführerin im Kampf für die Rechte der indigenen Bevölkerung und für den Umweltschutz, wurde 2016 ermordet – ein Preis, den unsere Kämpfer*innen für Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit nur allzu oft zahlen müssen.
- Es ist an der Zeit, Mexiko zu einem glücklichen Ort zu machenKann die vierte Transformation von Morena dem Land seine Würde und Souveränität zurückgeben, nachdem die Verheißungen der mexikanischen Revolution und die umfassenden Reformen des Cardenismo durch Jahrzehnte des Neoliberalismus und der Abhängigkeit ausgelöscht wurden?
- Die Vereinten Nationen werden achtzigNach achtzig Jahren ist die UNO durch strukturelle Beschränkungen und politische Spaltungen gelähmt, die sie handlungsunfähig machen – nirgends wird dies deutlicher als beim Völkermord im Gazastreifen.
- Was befürchtest du, könnte die extreme Rechte tun, was sie nicht bereits getan hat?Die Passivität – und Komplizenschaft – der Liberalen und Sozialdemokraten des Globalen Nordens hat den Weg für den weltweiten Aufstieg einer besonderen Art extremer Rechter geebnet.
- Sie werden nicht durchkommen: Unser Aufruf gegen den FaschismusMillionen Menschen in China und der UdSSR gaben ihr Leben, um den Faschismus im Zweiten Weltkrieg zu besiegen. Angesichts der zunehmenden imperialistischen Militarisierung bekräftigt No Cold War seinen Ruf nach Frieden.
- Im Sahel lebt das Erbe von Thomas Sankara weiterBurkina Faso ist seit seiner Unabhängigkeit fast ununterbrochen in neokolonialer Unterentwicklung gefangen – kann die neue Regierung unter Ibrahim Traoré in die Fußstapfen von Thomas Sankara treten und einen Kurswechsel vollziehen?
- Eine Hommage an alle, die für eine bessere Welt gekämpft haben und so jung starbenObwohl sie jung starben, leisteten Revolutionäre wie Frantz Fanon und Patrice Lumumba einen unschätzbaren Beitrag zu den antikolonialen und nationalen Befreiungskämpfen.
- Einseitige und illegale Sanktionen – hauptsächlich durch die Vereinigten Staaten verhängt – töten jährlich eine halbe Million Zivilist*innenEine Studie in The Lancet schätzt, dass einseitige Sanktionen ebenso viele Todesfälle verursacht haben wie Kriege, geschätzt eine halbe Million Todesfällen pro Jahr.
- Können die ärmeren Nationen eine neue Architektur für Entwicklung und Souveränität aufbauen?Obwohl sie immer noch unter Schulden und Sparmaßnahmen leiden, beginnen die Entwicklungsländer, alternative Wege einzuschlagen. So zeigt sich im globalen Süden Aufbruchstimmung.
- Frieden und Entwicklung sind besser als Austerität und KriegDie militärische Rhetorik und die Ausgaben der USA und ihrer Verbündeten nehmen weiter zu. Es ist klar, dass die Welt einen alternativen Weg einschlagen muss – einen Weg, der auf Frieden und Entwicklung beruht.
- Wer sagt, dass eine Hühnerfeder nicht zum Himmel fliegen kann?China weist eine Reihe vielversprechender Entwicklungen beim Aufbau des Sozialismus auf – wenn auch nicht ohne Herausforderungen und Widersprüche.
- Können wir starke öffentliche Verwaltungsinstitutionen im Globalen Süden aufbauen?Angesichts der vom IWF auferlegten Kürzungen bei den öffentlichen Verwaltungsschulen und der unzähligen wirtschaftlichen Nachteile, die durch neokoloniale Strukturen auferlegt werden, übervorteilen Länder wie die USA bei Verhandlungen oft die Länder des Globalen Südens.
- Der Globale Norden lebt von intellektuellen MietenTrotz rasanter technologischer Innovation sind die Länder des Globalen Südens nach wie vor in dem vom Globalen Norden dominierten System des geistigen Eigentums gefangen. Durch Patente und Lizenzgebühren werden Gewinne erwirtschaftet, was die Länder gleichzeitig um ihren Wohlstand bringt und ihre Entwicklung hemmt.
- Trotz des Schmerzes in der Welt ist der Sozialismus keine ferne UtopieTricontinental gibt eine Reihe Newsletter für Asien, Afrika und Lateinamerika heraus. Diese ordnen die rasanten Veränderungen ein und helfen uns, diese in mögliche Maßnahmen zu übersetzen, um der Hässlichkeit zu begegnen, mit der die Menschheit konfrontiert wird.
- Die Menschen wollen Frieden und Fortschritt, nicht Krieg und VerschwendungWährend der NATO-Generalsekretär die Mitgliedstaaten dazu auffordert, sich auf Krieg einzustellen, wird mehr denn je deutlich, dass dieses aggressive Bündnis eine Bedrohung für den Frieden in der Welt darstellt.
- Sorgt dafür, dass der Planet nicht verbrenntDie Klima- und Umweltkrise, in der wir leben, wird ausschließlich durch den räuberischen Charakter des Kapitalismus befördert. Können die COP30 und andere multilaterale Initiativen diesen Trend umkehren?
- Hunderte Millionen Menschen sterben an HungerEs werden genug Lebensmittel produziert, um den Bedarf von 11 Milliarden Menschen zu decken. Warum hungern dann so viele der 8 Milliarden Menschen auf der Erde?
- Wie der Internationale Währungsfonds Afrika unterentwickeltAfrika, das einst von den Kolonialmächten seines Reichtums und seiner Bevölkerung beraubt wurde, ist heute mit vom IWF auferlegten Sparmaßnahmen, obszönen Schulden und erzwungener Unterentwicklung konfrontiert.
- Die Sprache der Gewalt hat unsere Welt ergriffenDer vergessene Bürgerkrieg im Sudan hat mindestens 150 000 Todesopfer gefordert und fast 13 Millionen Menschen vertrieben. Um die Ursachen des Konflikts zu verstehen und Lösungen zu finden, ist es wichtig, die politischen Zusammenhänge zu erfassen.
- Israels Verbrechen im WestjordanlandDas Vorgehen Israels im Westjordanland – der Verweigerung von Grundversorgung, Zwangsumsiedlung, Massentötungen und Inhaftierungen sowie der Zerstörung der Infrastruktur – ist Teil der völkermörderischen Politik.
- Sie würgen Venezuelas Wirtschaft abDurch die von den USA verhängten Sanktionen (treffender einseitige Zwangsmaßnahmen genannt) büßte Venezuela zwischen Januar 2017 und Dezember 2024 Öleinnahmen in Höhe von 213 % seines BIP ein, was einem Verlust von rund 77 Mio. USD pro Tag entspricht. Wer ist das eigentliche Ziel dieser und anderer einseitiger Zwangsmaßnahmen?
- Vor zweihundert Jahren erdrosselte Frankreich die haitianische Revolution mit einer unmenschlichen ForderungSeit der Revolution von 1804 wird Haiti für sein Aufbegehren bestraft – durch Schulden, Putsche und Einmischung aus dem Ausland. Wir dürfen nie vergessen, dass dies die erste erfolgreiche antiimperialistische Revolution war.
- Warten auf den neuen Geist von BandungNach jahrzehntelangem Stillstand zeichnet sich im globalen Süden eine „neue Stimmung“ ab. Auch wenn dies nur eine Andeutung einer Möglichkeit ist, birgt sie ein enormes demokratisches Potenzial. Inspiration ist der Wunsch nach Souveränität.
- Das Konzentrationslager Buchenwald wurde von kommunistischen Häftlingen befreitVor acht Jahrzehnten organisierten und befreiten kommunistische Häftlinge das Konzentrationslager Buchenwald. Mit dem Aufschwung der extremen Rechten in ganz Europa werden diese heldenhaften Siege des antifaschistischen Widerstands umgedeutet.
- Andrée Blouin ist eine panafrikanische Revolutionärin unserer ZeitAuf dem afrikanischen Kontinent gibt es eine reiche Tradition von Schriftstellerinnen, die sowohl im Verlagswesen als auch in nationalen Befreiungsbewegungen eine Schlüsselrolle gespielt haben, von Andrée Blouin bis Flora Nwapa. Mehr über ihr Vermächtnis und Bemühungen, dieses wiederzubeleben.
- Was im Sinne von Rodolfo Walsh heute zu schreiben wäreAngesichts der zunehmenden Angriffe auf die Medienschaffende in Argentinien und anderswo, erinnern wir an das Vermächtnis von Rodolfo Walsh, einem heldenhaften Journalisten, der die Militärdiktatur mit der Feder bekämpfte.
- Unilaterale Sanktionen und der Krieg gegen FrauenFrauen sind am stärksten vom Wirtschaftskrieg betroffen. Aber Frauen wissen, dass nur Solidarität und Fürsorge der Menschheit Hoffnung geben.
- Fünfundzwanzig Tage Schuldendienst könnten afrikanische Frauen von 40 Milliarden Stunden Wasserförderung befreienIm Globalen Süden spielt die Arbeit von Frauen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Lebensmittelproduktion, und doch leiden gerade Frauen Hunger. Sie werden durch kapitalistische Arbeitssysteme und patriarchalische Normen ausgebeutet.
- Der Globale Norden hat im IWF neunmal mehr Stimmrecht als der Globale SüdenIn dem zutiefst undemokratischen IWF, in dem das Stimmrecht eines Landes nicht von seiner Bevölkerungszahl, sondern von der Größe seiner Wirtschaft abhängt, haben die USA praktisch ein Vetorecht und gestalten die Politik nach ihren Launen.
- China ist bereits führend bei kritischen SpitzentechnologienWerden die geopolitischen Schachzüge der USA, von Grönland über die Ukraine bis hin zu Russland, ausreichen, um Chinas rasante Fortschritte im Bereich der Schlüsseltechnologien in den Schatten zu stellen?
- Wir wollen Gemeinschaften von Leser*innen aufbauen, nicht aus Lesern eine Ware machenLesen und Schreiben gibt uns die Kraft, ein kollektives Leben aufzubauen – wir sehen unsere Geschichte mit Klarheit, betrachten unsere Gegenwart kritisch und fordern das Unmögliche für die Zukunft.
- Klare Gewässer und grüne Berge sind so wertvoll wie Berge von Gold und SilberWelche Welt kann Science-Fiction erdenken? Saubere Energie und ökologische Transformation – dieser Newsletter untersucht, wie sich Autor*innen und Politiker*innen des Globalen Südens eine Zukunft jenseits von Kolonialismus, Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung vorstellen – und diese erschaffen.
- Lasst uns unsere verlorenen Diamanten findenSeit seinem Amtsantritt hat Trump deutlich gemacht, dass er ein neues Goldenes Zeitalter des Imperialismus einläuten will. Was wird dieser neue Hyperimperialismus, der die NATO für seine Zwecke benutzt, für den Rest der Welt bringen?
- Die Lebenserwartung von Palästinenser*innen ist in den ersten drei Monaten des Völkermordes um 11,5 Jahre gesunkenDer von den USA unterstützte Völkermord in Gaza hat zu einem drastischen Rückgang der Lebenserwartung der Bevölkerung geführt. Selbst wenn der Waffenstillstand die Versorgung des Gazastreifens mit Hilfsgütern ermöglicht, wird es Generationen dauern, bis dieser tiefgreifende demografische Verlust ausgeglichen ist.
- Die prometheischen Bestrebungen der “Darker Nations”.Die USA sehen das Aufstreben Chinas und anderer asiatischer Länder als „harten Wettbewerb“. Für den Globalen Süden hingegen bieten diese Entwicklungen neue Möglichkeiten, eine souveräne Entwicklung zu verfolgen.
- Alle Kriege enden mit Verhandlungen. So wird auch der Krieg in der Ukraine enden.Da die NATO mit ihrem Versuch der Expansion in der Ukraine scheitert, wächst die Unterstützung für einen Frieden durch Verhandlung.
- Dr. Victor Frankenstein verleugnet sein MonsterDie düsteren Realitäten von Krieg und Hunger drohen das Licht der Menschheit zu verdunkeln, doch der rot funkelnde Tanz unserer Kämpfe erleuchtet den Weg.
- Die Tränen unserer KinderVon Palästina bis zum Sudan zerstören imperialistische Kriege die Leben unschuldiger Kinder und hinterlassen langfristige physische und psychische Wunden bei denen, die überleben.
- Leiste Widerstand, mein Volk, leiste WiderstandWir leben noch in der Vorgeschichte. Die wahre Menschheitsgeschichte wird beginnen, wenn Krieg, Besatzung, Kapitalismus und Imperialismus ein Ende haben.
- Wie der Regierungswechsel in Syrien zu verstehen istDer Fall von Damaskus und der Aufstieg der HTS signalisieren einen gefährlichen Wandel in Syrien, sich verschärfende Instabilität in der Region und die Isolierung Palästinas. Was kommt als Nächstes, von Israel bis zur Sahelzone in Afrika?
- Der achte Kontinent ist der verdorbene KontinentDer globale Norden und seine Konzernchefs machen sich das Konzept der „Korruption“ zu Nutze, um den globalen Süden unterzuentwickeln. Dessen sozialen Reichtum stecken sie stattdessen in ihren verdorbenen Kontinent.
- “Frankreich raus aus Afrika” ist der Slogan der StundeDer Tschad und der Senegal schließen sich Burkina Faso, Mali und Niger an, die den Abzug des französischen Militärs aus ihren Ländern fordern. Die Sahelzone wird souverän.
- Die Vereinigten Staaten zeigen dem Internationalen Strafgerichtshof den StinkefingerNachdem der Internationale Strafgerichtshof endlich Haftbefehle gegen die israelischen Führer Netanjahu und Gallant erlassen hat, bestätigen die Vereinigten Staaten, dass sie sich weder um das Völkerrecht noch um eine wirklich auf Regeln basierende Ordnung scheren.
- Gib uns Frieden auf ErdenDass der scheidende Verteidigungsminister Lloyd Austin zu seiner zwölften Reise in den Indopazifik aufbricht, führt keineswegs zu einer Abschwächung des Neuen Kalten Krieges der USA gegen China. Und auch unter einer zweiten Trump-Präsidentschaft ist das nicht zu erwarten.
- Schwimmen im Sumpf im fünften Kreis der HölleStatt die Probleme der Mehrheit zu lösen, kultiviert die „extreme Rechte eines besonderen Typs“ – eine Rechte, die eng mit dem Liberalismus verbunden ist – eine Wutpolitik.
- Wir wollen nicht, dass unsere Inseln benutzt werden, um Menschen zu tötenÜberall im Pazifik führen indigene Gemeinschaften eine wachsende Welle der Souveränitätsbestrebungen gegen das fortbestehende Erbe des westlichen Kolonialismus in der Region an. Sie wehren sich gegen die Angriffe auf die Rechte der Māori in Aotearoa und die US-amerikanische und französische Militärpräsenz in ganz Ozeanien.
- Eine Welt, in der unsere Enkelkinder in ein Museum gehen müssen, um zu erfahren, wie eine Waffe aussiehtDie Welt sehnt sich nach Frieden, sie ist der Kriegspropaganda und der Überlegenheitshaltung überdrüssig, die die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden bestimmt. Im Gegensatz zum „passiven Frieden“ (wenige Kriege, aber Ausbau der Waffenarsenale der Länder der Welt) verlangt „aktiver Frieden“, dass der von der Gesellschaft produzierte Reichtum nicht in die Taschen der Reichen fließt und die Motoren des Krieges antreibt, sondern die Bäuche der vielen Massen füllt. Können wir aus diesem jahrhundertelangen Albtraum erwachen und erkennen, dass das Leben ohne Krieg weitergehen kann?
- Unsere Revolutionen sind unentbehrlich für das Überleben und die Entwicklung der menschlichen ZivilisationFast 70 Jahre nach der Konferenz von Bandung und Jahrzehnte nach dem Verlust ihres Erbes und der darauf folgenden Ära taucht der Geist von Bandung wieder auf. Die Länder des Globalen Südens steigen zu wichtigen Weltmächten auf und leiten eine post-metropolitane Ära ein. Wie können wir den Aufstieg dieser Länder aus ihrer eigenen Dynamik heraus verstehen, und nicht nur im Verhältnis zum Westen? Welche Konzepte für die Peripherie können uns helfen, die heutige Welt zu verstehen, in der die Kontrolle des Westens über Finanzen, Ressourcen, Wissenschaft und Technologie schwächer wird, seine Kontrolle über Informationen und militärische Macht jedoch ungebrochen bleibt?
- Wie man eine kontextbezogene Analyse durchführtWährend die Zahl der Todesopfer in Palästina 114.000 erreicht hat, sind westliche Medien nicht in der Lage, die israelischen Angriffe als das zu bezeichnen, was sie sind, und verwenden stattdessen Passivsätze wie „Palästinenser sterben“, stellen zivile Gebiete als militärische Ziele dar oder lügen durch Unterlassung. Kontextbezogene Analysen helfen uns, die zugrunde liegenden Machtverhältnisse zu verstehen. Sie bieten kritische Einblicke jenseits von reißerischen Schlagzeilen und liefern politischen und sozialen Bewegungen das Material, um einzugreifen und die Zukunft zu gestalten.
- Sie wissen jetzt, was echte Bombenangriffe bedeutenObwohl Washington weiß, dass Israel den Gazastreifen und jetzt auch den Libanon mit vollem Einsatz bombardiert, rüsten die Vereinigten Staaten die Israelis weiterhin mit tödlichen Waffen aus. Die USA haben Israel im vergangenen Jahr Militärhilfe in der Rekordhöhe von 17,9 Milliarden Dollar gewährt. Die Bombardierung des Gazastreifens und des Libanon illustriert eingehend die Verachtung für menschliches Leben, die sowohl die israelische als auch die amerikanische Kriegsführung kennzeichnet.
- Ein Spaziergang entlang des Baiyangdian-Sees in der Xiong’an New AreaAm 1. Oktober 1949 verkündete Mao Zedong die Gründung der Volksrepublik China. Diejenigen, die mit dem Aufbau dieses neuen Staates begannen, waren sich darüber im Klaren, dass der Weg zum Sozialismus ein Prozess sei, der Jahrzehnte, wenn nicht gar ein Jahrhundert dauern würde. Diese langfristige Perspektive ist nach wie vor die Richtschnur für die Entwicklung des Landes. Fünfundsiebzig Jahre nach Beginn des revolutionären Prozesses hat China immense Fortschritte gemacht, steht aber immer noch vor vielen Herausforderungen.
- Wenn du um deinen Verstand leidest und um deine Freiheit kämpfstObwohl 45 % aller Befragten einer kürzlich durchgeführten Umfrage angaben, dass die größte gesundheitliche Herausforderung psychische Gesundheit sei, geben Länder jedoch nur 2 % ihrer Gesundheitsbudgets für die mentale Gesundheit aus. Um diese Krise anzugehen, müssen wir erkennen, dass psychische Störungen nicht nur eine biologische Angelegenheit sind, die mit Arzneimitteln behandelt werden kann: Sie werden durch soziale Strukturen verursacht und verschlimmert. Um unsere gebrochene Menschheit zu heilen, müssen wir unsere Gesellschaften wieder aufbauen.
- Es bleibt nur noch eine Nacht, um Festungen zu bauenJüngste Kommentare der Regierungen der USA und des Vereinigten Königreichs deuten darauf hin, dass die NATO der Ukraine gestatten könnte, vom Westen bereitgestellte Raketen zum Angriff auf russisches Gebiet einzusetzen. Sollte die Ukraine mit diesen Raketen Russland angreifen und Russland mit einem Angriff auf die Länder, die die Raketen zur Verfügung gestellt haben, zurückschlagen, würden alle NATO-Mitgliedstaaten direkt in den Krieg hineingezogen. In einem solchen Szenario hätten mehrere Atommächte ihre Finger am Abzug.
- Das revolutionäre Feuer im Volk entfacht sich an einem LiedVon Indien bis Palästina hat die Kultur in den antikolonialen Kämpfen des globalen Südens immer eine zentrale Rolle gespielt. In einer dialektischen Spirale inspirieren uns kulturelle Werke zum Handeln und dann zum Erzählen unserer eigenen Geschichten, was wiederum andere dazu anregt, das Gleiche zu tun. Gedichte, Lieder, Romane und Theaterstücke haben die Kraft, kühne neue Weltanschauungen auf den Punkt zu bringen, das Vertrauen der Menschen zu stärken und ein „revolutionäres Feuer“ zu entfachen.
- Drei neue Arten von Flüchtlingen in einer Welt von Migrant*innenTrotz vieler Versuche, den Begriff „Flüchtling“ neu zu definieren, basiert die Definition im internationalen Rechtnach wie vor auf Verfolgung und nicht auf Hunger. Wir schlagen drei neue Kategorien vor: IWF-Flüchtlinge, die aufgrund der durch die Strukturanpassung verursachten wirtschaftlichen Krisen in ihren Heimatländern migrieren. Regimewechsel-Flüchtlinge, die gezwungen sind, ihre Länder zu verlassen, weil die USA Sanktionen gegen die Ausübung ihrer Souveränität verhängt haben, wie z. B. Venezuela. Und schließlich die Klimawandel-Flüchtlinge, die vor den Verwüstungen der Umweltzerstörung fliehen, die durch den Kohlenstoff-Fußabdruck der USA und ihrer Verbündeten verursacht werden.
































































































